Im Kanton Basel-Stadt ist das Füttern von Wildtieren gesetzlich verboten. Zudem gilt in den Wassergärten des Geländes der Landesgartenschau ein Fütterungsverbot. Auch in allen anderen Bereichen des Landschaftsparks ist das Füttern von Wildtieren zum Schutz dieser Tiere nicht erwünscht.
Weshalb schadet das Füttern von Wildtieren der Natur?
Wildtiere im Landschaftspark Wiese leben frei. Sie finden das, was sie brauchen, selbst – auch im Winter.
- Durch Füttern verlieren sie ihre natürliche Scheu.
- Die Nähe zum Menschen bringt sie in Gefahr und führt zu Konflikten.
- An Futterstellen werden Infektionskrankheiten zwischen den Tieren übertragen.
- Übliche Futtermischungen aus dem Handel (z. B. Körner) sind keine geeignete Nahrung und können für Jungvögel lebensbedrohlich sein.
Auswirkungen auf Tiere und Lebensräume: Das Füttern durch den Menschen wirkt sich auch auf andere Tiere und damit auf natürliche Abläufe aus:
- Füttern stört auf Dauer die natürlichen Bestände: Zwar hilft es geschwächten Vögeln beim Überwintern, im Frühjahr sind sie aber doch zu schwach, um eine Brut aufzuziehen.
- Mit dem Futter werden nicht nur Vögel angelockt, sondern auch andere Tiere (z. B. Ratten).
- Diese wiederum stören die Brut von Wasservögeln.
- Durch Fütterung gestärkte Krähen bejagen vermehrt die Aufzucht von Kleinwild.
Folgen für Gewässer und Vegetation: Was gut gemeint ist, kann Gewässer und Lebensräume belasten:
- Organische Futterreste reichern Nährstoffe an und verbrauchen Sauerstoff.
- Dies führt zu Algenwachstum und Fäulnis.
- Im schlimmsten Fall können sogar Gewässer kippen: Planzen und Tiere im Wasser sterben.
- Samen aus handelsüblichen Futtermischungen keimen ungewollt und können einheimische Arten verdrängen.
Daher gilt: Der Natur zuliebe Wildtiere nicht füttern!
Eine ausführlichere Erläuterung, weshalb Wildtiere nicht gefüttert werden sollten, finden Sie unter diesem Link. Gerne stellen wir Ihnen bei Bedarf den gedruckten Flyer zum Fütterungsverbot von Wildtieren zu (siehe Kontakt). Sprechen Sie den Rangerdienst direkt darauf an!
