Flussbau

Hochwasserschutz

Zum Schutz vor zukünftigen Hochwasser werden die heutigen Vorländer entfernt. Dies vergrössert den Querschnitt innerhalb der Dämme, wodurch während eines Hochwassers mehr Wasser zwischen den Dämmen abfliessen kann. Zudem werden die heutigen Schwellen zurückgebaut. Die Längsneigung der Wiese wird angepasst und nach Abschluss des Projekts WieseVital über längere flache und kurze, steilere Bereiche verfügen.

Die Visualsierung zeigt hinten den Ist- und vorne den Projektzustand im Vergleich.

Gerinne

Das Flussgerinne wird in Zukunft in der Längsneigung flache sowie steilere Bereiche aufweisen. Die steileren Bereiche werden mittels natürlichen Beckenraugerinnen (Rampen) ausgebildet. Diese naturnahen Steilbereiche der Längsneigung ermöglichen die Fischwanderung in der Wiese.

Die Sohle der Wiese wird zudem auf bis zu 30 Meter verbreitert, wobei eine Niedrigwasserrinne innerhalb dieser 30 Meter über die Breite frei mäandrieren kann. Dies bedeutet, dass sich das Sohlmaterial während höheren Abflüssen laufend und dynamisch verändert. Die dadurch entstehende Gewässerdynamik schafft verschiedene beruhigte und turbulente Zonen. Innerhalb der beruhigten Zonen können wertvolle Lebensräume für die Tierwelt entstehen, insbesondere Laichgebiete für Fische, während die turbulenten Zonen mit erhöhten Fliessgeschwindigkeiten für eine bessere Fischwanderung sorgen.

Neben der Verbreiterung der Wiesesohle werden zudem diverse Strukturen innerhalb der Dämme erstellt, die vor allem für eine ökologische Verbesserung sorgen. Beispiele dafür sind Buhnen, Inseln, Uferbuchten, aber auch Totholzstrukturen, Raubäume und Bepflanzungen mit Weiden.

Erweiterungen

Innerhalb des Vorprojekts wird die Umsetzung von diversen voneinander losgelösten Terrainanpassungen bzw. Dammrückverlegungen untersucht (sogenannte Erweiterungen). Diese Flächen können in Hochwassersituationen überflutet werden. So soll auch ausserhalb der Dammstrukturen eine ökologische Aufwertung, insbesondere für Landtiere und Amphibien, geschaffen werden.

Um den Schutz des Grundwassers zu gewährleisten, werden diese Zonen jedoch nur alle ein bis zwei Jahre überflutet. Je nach Standort ergibt sich ein unterschiedliches Potenzial für eine Erweiterung. So können unter anderem flachmoorähnliche Strukturen, aber auch Trockenstandorte geschaffen werden.