> Trinkwassergewinnung

Der Landschaftspark Wiese ist das Herzstück der Trinkwasser-produktion für die Stadt Basel sowie das südliche Markgräfler-land. Das Verfahren zur Trinkwasserproduktion durch die Industriellen Werke Basel ist europaweit einzigartig: Das aus dem Rhein entnommene Wasser tritt in den Langen Erlen eine Reise über Sandfilter und biologische Filterung in den Wässer-stellen in das Grundwasser und die Reservoire an und führt schlussendlich zu den Wasserhähnen der Konsumenten.

 

Wasserfassung vom Rhein:

Das natürliche Grundwasser in den Langen Erlen würde für das Versorgungsgebiet der Stadt Basel nicht ausreichen. Deshalb wird dem Rhein beim Kraftwerk Birsfelden Wasser entnommen. Eine Rechenanlage befreit das Rheinwasser von groben Bestandteilen. Über zwei Leitungen gelangt es anschliessend zur Schnellfilteranlage in den Langen Erlen.

Schnellfilteranlage:

In der Schnellfilteranlage verteilt sich das Rheinwasser auf zwanzig Schnellfilterbecken, die mit einer Schicht von 85 Zentimetern Quarzsand gefüllt sind. Das Rheinwasser sickert hindurch, während die Schwebstoffe im Filtersand als Schlamm zurückbleiben. Zur Reinigung wird der Schlamm regelmässig aus dem Sandfilter ausgewaschen. Die Filteranlage bereitet pro Tag bis zu 100'000 Kubikmeter Rheinwasser auf.

Natürliche Reinigung:

Das gefilterte Wasser wird nun zu den bewaldeten Wässerstellen geleitet und zur Versickerung gebracht. Hier, in den Bodenschichten des Waldes, findet die Reinigung des Wassers statt. Das Wasser sickert durch unzählige Porenkanälchen. Stoffe, die nicht ins Trinkwasser gehören, bleiben im Boden zurück und werden abgebaut. Dank diesem natürlichen Prinzip benötigt die Reinigung des Wassers keine Energie und Chemie.

 

Grundwasserbrunnen:

Das glasklare Wasser, welches nun beste Trinkwasserqualität besitzt, gelangt in die Grundwasserschicht. Hier vermischt es sich langsam mit dem natürlichen Grundwasser und nimmt dessen Temperatur an. In den Grundwasserbrunnen wird das Trinkwasser stromabwärts der Wässerstellen gefasst und im Pumpwerk mit Trinkwasser aus der Muttenzer Hard vermischt.

 

Wasseraufbereitung:

Der natürliche Kohlensäuregehalt im Wasser würde ohne Behandlung zu Korrosionsschäden in Leitungen und Geräten führen. Um dies zu verhindern, wird das Trinkwasser entsäuert. Dazu durchströmen feinste Luftbläschen das Wasser und binden so die überschüssige Kohlensäure. Im Sinne einer Sicherheits-Entkeimung wird eine geringe Menge Chlordioxid zugesetzt, um eine Verkeimung im Netz zu vermeiden.