> Projekte in Bearbeitung

 

IBA Basel 2020 (Internationale Bauausstellung)

Die IBA Basel 2020 beabsichtigt grenzüberschreitendende Projekte der Raumentwicklung und Kooperation anzustossen. Der Landschaftspark Wiese soll von Synergien mit ähnlichen Projekten der IBA profitieren. Das Projekt will den Landschaftspark Wiese als „Garten der Metropole“ mit seinen unterschiedlichen Lebensraumtypen erhalten, nachhaltig entwickeln und gemeinsam gestalten. Insgesamt muss der Landschaftspark Wiese den Charakter einer naturnahen Kulturlandschaft trotz zunehmendem Nutzungsdruck langfristig behalten. Als Leitbild des Landschaftspark Wiese, wurde ein Dreiklang von Natur, Trinkwasser und Erholung formuliert (Bild links). Die Herausforderung besteht darin, diese drei Bereiche immer wieder neu in Einklang zu bringen.

Ein erstrangiges Vorhaben in kommender Zeit wird die Revitalisierung der Wiese (WieseVital) sein. Sie bildet das „Herzstück“ des Landschaftsparks Wiese. Zudem sollen Massnahmen aus den Bereichen Land-Art und Parkmanagement realisiert werden.

 

 

 

Erholungsnutzungskonzept

Um die vielfältigen Freizeitaktivitäten und Erholungsansprüche soweit möglich neben- und miteinander gelten lassen zu können und um die Qualitäten des Landschaftspark nicht zu beeinträchtigen, sondern wenn möglich gar zu steigern, ist Koordination nötig. Eine solche Koordination setzt ein Konzept voraus, welches sich aus der Grösse des Land- schaftsraumes als auch der zentralräumlichen Position innerhalb der Agglomeration ergibt.

Die Arbeitsgruppe Landschaftspark Wiese hat das Konzept beteiligten Gebietskörperschaften 2010 zum Beschluss vorgelegt. Seither werden die darin formulierten Massnahmen umgesetzt. Darunter fallen unter anderem die gestalterische Aufwertung der Eingangsbereiche, Wegaufhebungen und Wegbefestigungen, einzelne Sitzgelegenheiten und Einzelbaumpflanzungen, Brennholzbestückung, Themenpfade und Informationspunkte. Massnahmen, welche das "Erscheinungsbild" des LPW betreffen wurden im Beschilderungskonzept zusammengefasst und konkretisiert.

 

 

 

Aufwertungskonzept Natur

Gerade die intensive Nutzung des Landschaftsparks Wiese als Erlebnis- und Erholungsraum der Bewohner  bedingt,  dass  hinsichtlich  der  Sicherung  und  Aufwertung  der  Naturflächen  und Naturobjekte  die  naturräumlichen  Gegebenheiten  dieser  wichtigen  stadtnahen  Grünzäsur umfassend betrachtet werden.

Das beauftragte Trinationale Umweltzentrum hat das Aufwertungskonzept Natur erstellt, welches laufend umgesetzt wird. Die Umsetzung beinhaltet das Pflanzen von Bäumen, Hecken u.ä., überlegter Bekämpfung der Neophyten, Grünlandgestaltung und weiteres.


 

 

Ansprech- und Koordinationsstelle für den Landschaftspark Wiese

Der zunehmende Nutzungsdruck führt zeit- und ortsweise zu einer Überbelastung der Natur- und Landschaftsräume und zu Konflikten zwischen den verschiedenen Nutzungsansprüchen. Dies äussert sich beispielweise in zunehmendem Littering, Lärmbelästigungen durch spontane Parties oder rücksichtslosem Verhalten gegenüber sensiblen Naturschutzgebieten. Ein 3 jähriges Pilotprojekt in Form eines Parkmanagements soll Parknutzende für diese Themen sensibilisieren und so zum Erhalt und Schutz der Qualitäten dieses Gebietes und einem attraktiven „Miteinander“ in diesem wertvollen Lebensraum für Menschen und Tiere beitragen.


 

Masterplan Tierpark Lange Erlen

Der Tierpark in den Langen Erlen trägt wesentlich zum Erholungs-, und Umweltbildungsangebot der Agglomeration Basel bei. Der Park wird auf Basis eines Masterplans innerhalb des ungenutzten Gleisbogens der Deutschen Bahn über den Zeitraum einer Generation um- und ausgebaut. Mit der Neupositionierung des Tierparks wird der Schwerpunkt im Bereich einheimischer oder ehemals einheimischer Tierarten und deren Lebensräume (ehemalige Auenlandschaft) gesetzt. Die gehaltenen Tiere werden als Botschafter ihrer Art, ihrer Lebensgemeinschaften und -räume eingesetzt. Nebst der Erholung stehen der Naturschutz und die Förderung des Verständnisses für ökologische Zusammenhänge im Vordergrund. Mit dem Masterplan – einem Entwicklungskonzept – steht ein Steuerungsinstrument zur langfristigen Entwicklung und zur Sicherung des Tierparks Lange Erlen als traditionelle Kulturinstitution Basels zur Verfügung. Momentan ist die Umlegung des Velowegs vom Erlenparkweg auf den Wiesendamm im Gange. Damit kann der Tierpark bis an den Wiesendamm erweitert werden. Infomationen zum aktuellen Stand der Umsetzung finden Sie hier.

 


 

kultur.stadt.weg – Ein grenzüberschreitender Fuss- und Radweg

Die Fondation Beyeler und der Vitra Campus bekommen einen verbindenden Fuss- und Radweg. Dieser grenzüberschreitende Weg führt teilweise durch den Landschaftspark Wiese. Der Künstler und Designer Tobias Rehberger, säumt mit 24 künstlerischen Objekten den Weg. Sie dienen den Spaziergängern und Radfahrern zur Orientierung und sollen zur Interaktion und Kommunikation anregen. Es wird somit eine Verbindung beider Länder auf künstlerischer und naturnaher Basis geschaffen. Der Fussmarsch dauert ca. 90 Minuten, wobei Anfang und Ende in 20 Minuten, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, aus Basel zu erreichen ist. Das Projekt wird von Swatch unterstützt.

 

(Symbolbild: Verner-Panton Weg in Weil-am-Rhein)


 

Otterbach-Revitalisierung

Im Bereich der Langen Erlen fliesst der Otterbach mehrheitlich in einem naturnahen Gewässerbett. Das Bachneunauge, Zeigerfischart für naturnahe Gewässer, ist in diesem Abschnitt beheimatet. Unterhalb der Freiburgerstrasse mündet der Otterbach jedoch in eine ca. 520 m lange Eindolung. Gemäss dem Entwicklungskonzept Fliessgewässer des Kantons Basel-Stadt sind solche naturfremden Gewässerverläufe nach Möglichkeit zu revitalisieren. Der Otterbach soll umgeleitet werden und als neues, naturnahes Gewässer in den revitalisierten Wieseabschnitt führen.